Süden oder Norden Gran Canarias: welche Gegend für Ihren Urlaub wählen

Guide·Equipo LIVVO·13 May 2026·4 min Lesezeit

Gran Canaria lässt sich vollständig in einer kurzen Reise erkunden, doch Süden und Norden der Insel bieten recht unterschiedliche Erlebnisse. Wo man wohnt, hängt davon ab, was man sucht: garantierte Sonne und offene Strände oder eine Stadt mit eigenem Leben und Dörfer im Inselinneren. Die Unterschiede zu kennen hilft, ohne Überraschungen zu entscheiden.

Der Süden: Sonne, Dünen und Küstendörfer

Der Süden Gran Canarias ist der sonnigste und trockenste Teil der Insel, mit einer Durchschnittstemperatur von rund 22 °C das ganze Jahr über. Sein großes Wahrzeichen sind die Dunas de Maspalomas, ein 400 Hektar großes Dünenfeld, das 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und zudem die Charca schützt, ein Feuchtgebiet, das Zugvögeln als Rückzugsort dient. Neben dem 1890 errichteten Faro de Maspalomas beginnen die Pfade, die über die Dünen bis zur Küste führen.

Die Dunas de Maspalomas, eine der markantesten Landschaften im Süden Gran Canarias.
Die Dunas de Maspalomas, eine der markantesten Landschaften im Süden Gran Canarias.

Weiter westlich verändert die Küste ihren Charakter in Dörfern wie Puerto de Mogán, wo Kanäle, blumengeschmückte Brücken und weißgetünchte Häuser ihm den Beinamen «Pequeña Venecia» eingebracht haben. Sein ursprünglich aus der Sahara stammender Sand und die vom Hafen selbst geschützten Gewässer machen es zu einem der fotogensten Orte im Südwesten, mit einem lokalen Markt jeden Freitag und Bootsausflügen entlang der Küste.

Der Norden: Hauptstadt, Stadtstrand und Bergdörfer

Der Norden hat ein anderes Tempo, geprägt von Las Palmas de Gran Canaria, der Hauptstadt der Insel. Ihre große Attraktion ist die Playa de Las Canteras, knapp drei Kilometer Sandstrand, fest im Alltag der Stadt verankert und geschützt durch La Barra, ein natürliches Riff etwa 200 Meter vor der Küste, das den Wellengang beruhigt. Ein Spaziergang durch das historische Viertel Vegueta mit seinem Markt und seiner kolonialen Architektur rundet den Besuch gut ab.

Je weiter man ins Inselinnere vordringt, desto mehr Dörfer mit eigenem Charakter finden sich im Norden, etwa Teror oder Firgas, und desto präsenter wird das Grün gegenüber dem Süden. Es ist eine Gegend mit mehr bewölkten Tagen und etwas mehr Feuchtigkeit, aber auch mit einem sehr authentischen lokalen Leben, Märkten mit Produkten aus der Region und einer Küche, die kanarische Tradition mit atlantischen Einflüssen verbindet.

Süden oder Norden? Kommt auf die Reise an

Für einen unkomplizierten Sonne-und-Strand-Urlaub ist der Süden – und Puerto de Mogán im Besonderen – die sicherste Wahl: stabiles Klima, eine für Erholung gemachte Küste und ein reizvolles Dorf gleich um die Ecke. Wer lieber Kultur, Stadtleben und Bergnatur verbindet, findet im Norden mehr Angebot. Der Vorteil: Die Entfernungen auf Gran Canaria sind kurz, sodass ein Aufenthalt auf einer Seite einen Tagesausflug zur anderen nicht ausschließt.

FAQs

Ist es besser, im Süden oder im Norden Gran Canarias zu übernachten?+

Das hängt von der Art der Reise ab. Der Süden bietet mehr Sonne, offene Strände und Küstendörfer wie Puerto de Mogán. Der Norden vereint die Hauptstadt, die Playa de Las Canteras und Dörfer im Inselinneren mit einem städtischeren, grüneren Charakter.

Welche Strände gibt es im Süden Gran Canarias?+

Der Süden bietet die Dunas de Maspalomas und Küstenstrände wie den von Puerto de Mogán, geschützt durch den Hafen selbst, mit Sand, der ursprünglich aus der Sahara stammt.

Was bietet der Norden Gran Canarias?+

Las Palmas de Gran Canaria mit der Playa de Las Canteras und dem historischen Viertel Vegueta sowie Dörfer im Inselinneren mit mehr Grün und einem sehr authentischen lokalen Leben.

Lassen sich Süden und Norden in derselben Reise kombinieren?+

Ja. Die Entfernungen auf Gran Canaria sind kurz, sodass ein Aufenthalt im Süden, etwa in Puerto de Mogán, einem Tagesausflug nach Las Palmas oder in die nördlichen Dörfer nicht im Weg steht.